Manche Menschen betreten einen Raum – und plötzlich wird es still. Nicht weil sie laut wären, sondern weil etwas in ihnen spricht, das jenseits von Worten liegt. Für mich war dieses „Etwas" lange mein größtes Geheimnis – und meine größte Last. Heute ist es meine Berufung.
Ich dachte, alle Menschen sehen das
Ich bin mit meiner Hellsichtigkeit auf die Welt gekommen. Und weil ich das von Anfang an kannte, dachte ich schlicht: Alle Menschen haben das. Ich war mir meiner Gabe überhaupt nicht bewusst – bis das Feld von außen zu sprechen begann.
Menschen kamen auf mich zu und sagten: „Gabriela, du bist irgendwie anders." Damals, in der Tschechoslowakei, war das nicht als Kompliment gemeint. Sogar meine eigene Mutter hatte Angst vor mir. Sie sagte mir auf Tschechisch: „Du siehst mir in den Magen" – und das beunruhigte sie so sehr, dass sie sich in meiner Nähe nicht wohlfühlte.
Ich verstand das damals nicht. Wie kann eine Mutter Angst vor ihrem eigenen Kind haben, das doch nur geliebt werden wollte?
Flucht in die Schweiz – und zwei Jahre Schweigen
1981 floh unsere Familie aus der Tschechoslowakei in die Schweiz. Ich war neun Jahre alt. Die Reise war beschwerlich, das Ankommen noch mehr. Ich verstand nicht, was wir dort tun sollten – und schwieg zwei Jahre lang. Weder Deutsch noch Tschechisch. Es war einfach zu viel.
Als ich irgendwann wieder zu sprechen begann, tat ich das, was ich immer getan hatte: Ich sprach die Wahrheit. Wieder wurde mir gesagt: „Tu das nicht. Das ist unangenehm für die Menschen."
Ich lernte langsam, dass nicht alle diese Wahrheit hören wollen. Viele Menschen ziehen den Selbstbetrug vor – das Festhalten an einer Illusion, die sich sicherer anfühlt als die Wirklichkeit. Und so verstummte ich in dieser Hinsicht erneut.
Der Umweg über die Diplome
Ich dachte, ich müsse meine Gabe durch Wissen ersetzen oder zumindest absichern. Also sammelte ich Ausbildungen: Diplomierte psychosoziale Beraterin, Erwachsenenbildnerin, Atem- und Bewegungstherapeutin, Burnout-Coach. Ein Diplom nach dem anderen.
Doch je mehr Wissen ich anhäufte, desto weiter entfernte ich mich von dem, was ich seit meiner Kindheit war: eine Wahrheitssprecherin. Für mich ist Wahrheit nichts anderes als eine reine Quelleninformation – jene Information, die meinem Gegenüber ein tiefes inneres „Aha" schenkt.
Mein Körper begann, die Rechnung zu präsentieren. Ich wurde kränker, je mehr ich meine eigentliche Berufung ignorierte. Das war der Wendepunkt.
Das 100-prozentige Ja zu meiner Hellsicht
Ich entschied mich: Ich lebe meine Berufung. Vollständig. Ohne Halbheiten.
Das war nicht einfach. Als ich offen mit meiner Hellsicht nach außen trat, stieß ich auf massiven Widerstand – auch aus dem engsten Familienkreis. Manche Firmen hatten mich bereits aus den sozialen Medien kennengelernt und verweigerten mir Anstellungen. Wörtlich hieß es: „Wir stellen keine Hexen ein."
Aber dieser Widerstand zwang mich zu einem vollständigen Sprung ins kalte Wasser. Und rückblickend war das das Beste, was mir passieren konnte.
Ich kam aus einem starken Patriarchat – einer Welt, in der eine Frau schweigen, putzen, kochen und keine Verantwortung für sich selbst übernehmen sollte. Mit 15 Jahren verließ ich dieses Zuhause. Der Trotz, der mich dabei antrieb, wurde zu einer meiner stärksten Kräfte.
Was mich wirklich trägt: die geistige Haltung
Ich bin ohne religiösen Glauben aufgewachsen. Aber ich fühlte schon als Kind: Da ist mehr. Da ist eine Kraft, die trägt.
Heute nenne ich es Gott. Andere sagen Quelle, Universum oder wie auch immer. Für mich ist es eine lebendige Erfahrung: Ich bin aufgehoben. Für mich ist gesorgt.
Auch in Zeiten, in denen ich 5 Franken pro Woche für mich und meine zwei Kinder hatte – ich fühlte mich reich. Die richtigen Menschen kamen zur richtigen Zeit. Schuhe für die Kinder, eine Jacke, eine Geste. Dieser innere Reichtum war echter als jeder Kontostand.
Wie ich heute Menschen begleite
Seit über zehn Jahren arbeite ich als hellsichtige Therapeutin und Coach. Zu mir kommen häufig Menschen, die bei Ärzten, Psychologen oder Psychiatern nicht mehr weiterkamen – weil ihnen ein entscheidendes Puzzlestück fehlte.
Ich schaue systemisch: Ich kann wie in einer Familienaufstellung die Ahnenreihe und das gesamte Familiensystem betrachten. Ich finde verborgene, unbewusste Muster – Geheimnisse, die ein System seit Generationen belasten. Diese bringe ich ans Tageslicht, übersetze sie und füge das fehlende Puzzlestück in das Bild ein.
Was dann oft passiert: Ein tiefes Ausatmen. Ein „Ach so ist das".
Die entscheidende Frage: Bist du bereit?
Doch Erkenntnis allein verändert nichts. Das zeigt eine Geschichte, die ich niemals vergessen werde.
Ich arbeitete einmal mit einer Frau, die seit Jahren an Multipler Sklerose erkrankt war – ohne akuten Schub. Ich fragte sie: „Was ist das Positive an Ihrer Erkrankung?" Sie war empört. Aber nach einer Weile antwortete sie: Sie müsse nicht mehr pünktlich erscheinen, keine Verantwortung tragen, keine Arbeit erledigen, die sie nicht mochte.
Dann fragte ich: „Wenn ich Ihnen heute das fehlende Puzzlestück geben würde – würden Sie wieder arbeiten, pünktlich erscheinen, Verantwortung tragen?"
Die Antwort kam sofort: „Nein. Sicher nicht."
Diese Frau wurde dennoch in einen Arbeitsprozess reintegriert. Nach drei Tagen hatte sie erneut einen Schub und wurde wieder herausgenommen.
Ich erzähle diese Geschichte ohne jeden Vorwurf. Jeder Mensch hat das Recht, Nein zu sagen. Aber sie zeigt: Der sekundäre Gewinn einer Erkrankung kann größer sein als der Wunsch nach Heilung. Und die Psyche hält diesen Selbstbetrug bis zum letzten Moment aufrecht.
Heilung beginnt dort, wo wir aufhören, uns selbst zu belügen. Wo wir den Schmerz anerkennen und in echtes Mitgefühl mit uns selbst treten.
Meine Angebote: Wo und wie ich dich begleite
Ich arbeite vor allem online – genau so, wie du diesen Artikel gerade liest. Zusätzlich habe ich ein Retreat-Zentrum in den Schweizer Bergen in Anderr gegründet, wo Menschen sich für intensive Begleitprozesse zurückziehen können. Im Januar 2026 startet dort ein großer Kongress.
Besonders am Herzen liegt mir mein Online-Programm „Aktiviere deinen Gott in dir" – ein Selbstlernkurs mit Videos, Reflexionstexten und drei persönlichen Coachings mit mir. Mein Ziel: So viele Menschen wie möglich in ihre Selbstverantwortung und ihr Selbstbewusstsein zu führen.
Außerdem habe ich meine Autobiografie veröffentlicht:
📖 „Hellsichtig – Mein Leben gegen den Strom: Wie ich meine größte Gabe lieben und nutzen lernte"
Meine Botschaft an dich
Lass dich berühren.
Wenn dich auch nur ein einziger Satz in diesem Artikel wirklich berührt hat – dann lass diese Berührung in deinem Herzen ankommen. Gib ihr Raum. Denn genau dort, wo echte Berührung entsteht, entsteht auch Kontakt. Und Kontakt ist der Beginn von Heilung.
Es lohnt sich so sehr. Es ist das Beste, was du in deinem wertvollen Leben tun kannst.
