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Wenn du aufhörst jemand zu sein: Der Weg zurück zu deiner wahren Würde

Eine Reise zur Selbstfindung und inneren Heilung

Herzlich willkommen zu einem Thema, das mich in den letzten Tagen tief bewegt und beschäftigt hat. Es geht um einen Satz, der mir an Silvester wie von selbst über die Lippen kam: Wenn du aufhörst jemand zu sein, wirst du der Mensch, der du in Wahrheit bist.

Lass dir diesen Satz einen Moment auf dem Herzen zergehen. Was macht er mit dir? Vielleicht spürst du bereits jetzt eine leise Resonanz in deinem Inneren.

Die Last des Gefallen-Wollens

Ich möchte dich zu Beginn etwas fragen: Wer wärst du, wenn du niemandem mehr gefallen müsstest?

Schließe kurz die Augen und lege dir die Hand aufs Herz. Frage dich ehrlich: Wer wäre ich, wenn ich niemandem mehr gefallen müsste – außer der Quelle, Gott, dem Universum oder wie auch immer du es nennen magst? Wenn du nur noch dieser höchsten Instanz gefallen könntest, aber nicht mehr anderen Menschen, Situationen oder Erwartungen?

Wahrscheinlich wärst du frei.

Für wen versuchst du jemand zu sein?

Hand aufs Herz: Für wen versuchst du gerade in deinem Leben jemand zu sein? Für deine Kinder? Deinen Partner oder deine Partnerin? Freunde? Familie? Vielleicht sogar für die verlorene Liebe von Mutter oder Vater, nach der du dich als Kind so gesehnt hast?

Wenn du dich so anstrengst, jemand zu sein, passiert etwas Entscheidendes: Du gehst aus dem Kontakt zu dir selbst raus. Du verlierst deine eigene Würde.

Hoffnung und Enttäuschung: Ein gefährliches Paar

Die falsche Hoffnung: Hoffen mit einem Ziel

Jemand sein zu wollen hat meistens mit einer Form von Hoffnung zu tun – einer Hoffnung, die mit einem Ziel verknüpft ist. Du hoffst und wartest, dass dich jemand erkennt, hört, versteht, bewundert. Dass jemand von außen zu dir sagt: "Du bist richtig."

Vielleicht hast du dich verbogen, gekämpft, angestrengt – in der Hoffnung, dass irgendwann dieses ersehnte "Jetzt bist du gut genug" kommt. Aber es kam nicht. Und dann warst du enttäuscht.

Enttäuschung findet nicht im Außen statt. Du hast dich selbst getäuscht, weil du dir vorgestellt hast, wie es sein muss. Du hast dich angestrengt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen – und dich dabei von dir selbst abgeschnitten.

Die wahre Hoffnung: Hoffen ohne Ziel

Dann gibt es eine andere Form von Hoffnung: die Hoffnung ohne Ziel. Diese Hoffnung ist einfach da, als Essenz. Aus ihr entsteht echter Glaube – ein Glaube, der nicht beweisbar ist.

Wenn du diese Würde in dir tragen möchtest, wenn du einfach in Kontakt mit dir selbst sein willst, dann ist es dieses tiefe Hoffen ohne Ziel, das als Essenz in dir existiert. Dort bist du, wer du in Wahrheit bist – in Kontakt mit dir selbst und deiner Würde.

Der Stolz als Verhärtungskruste

Ein Thema, das ich in meiner hellsichtigen Arbeit immer wieder sehe: Stolz.

Stolz ist eine Verhärtungskruste, die sich um dein Herz legt. Verlorene Seelenanteile sind in dieser Kruste mitgefangen. Wenn du wirklich tief zugeben kannst, wo du stolz bist – wo du verletzt wurdest und dir gesagt hast "Das lasse ich mir nicht mehr bieten" oder "Das habe ich nicht nötig" –, dann können deine Seelenanteile zurückkommen.

Die Geschichte der Verletzung

Ich kenne eine Geschichte von jemandem, der früh seine Mutter verlor. Diese Person kam nie darüber hinweg und hatte einen gewissen Groll, einen Stolz in sich. Sie sprach immer andere Menschen schuldig, konnte aber nicht sagen: "Ich bin immer noch so tief verletzt und fühle immer noch so viel Trauer."

Weil sie dachte, sie sei stolz, weil sie diesen Schmerz nicht fühlen wollte, schnitt sie sich von sich selbst ab. Und dann war sie nicht mehr in Kontakt mit ihrer ganzen Seele.

Um deine Seelenanteile wirklich zu fühlen, ist es wichtig, dich mit deinen Verletzungen auseinanderzusetzen.

Die Urwunde: Der Schlüssel zur Heilung

In meiner Arbeit sehe ich bei Menschen genau, wann die Seele verletzt wurde – von der pränatalen Phase bis zum Hier und Jetzt. Diese Urwunden sind entscheidend.

Wenn du Verletzungen hast, deren du dir noch nicht bewusst bist, wirst du in der Zukunft Projektionen auf andere Menschen machen oder in dieser Verletzung gefangen bleiben. Diese Verletzung kann sich in Stolz zeigen – und der treibt dich weg vom Kontakt zu dir selbst.

Hinter jeder Wut ist eine Angst

Lass mich dir etwas Wichtiges sagen: Hinter jeder Wut ist eine Angst. Wenn du einem wütenden Menschen begegnest, hat er immer Angst – auch wenn er nicht weiß, wovor.

Und jede Angst hat eine tiefe Urwunde. Diese Urwunde gilt es zu betrauern – nicht in einem Drama des "Ich arme/r", nicht im Schuldige-Sprechen anderer, sondern in echter, wahrhaftiger Trauer.

Der Weg durch die Verzweiflung

Verzweiflung gehört zu diesem Weg der Selbstfindung dazu. Wenn du nicht verzweifeln willst, bleibst du manchmal unnahbar. Dann entsteht diese Pseudospiritualität, dieses New Age-Denken, das glaubt, ein spiritueller Mensch sei nie verzweifelt und immer nur positiv.

Aber auch Jesus war verzweifelt.

Um wirklich der Mensch zu sein, der du bist, brauchst du diese Berührung mit deinem Schmerz. Wenn du in Kontakt mit dir kommen willst, mit deiner Essenz und Würde, dann musst du manchmal durch die Verzweiflung gehen.

Von der Verhärtung zur Gnade

Der Prozess sieht so aus:

  1. Erkenne deine Verhärtungskruste – deinen Stolz, deine Wut, deine Abwehr
  2. Gehe in die wahrhaftige Berührung mit deiner Urwunde
  3. Lass dich zusammenbrechen in dieser Trauer
  4. Dort, wo du nur noch ein Sandkorn bist, in echter Demut – dort beginnt die wahre Größe

Hinter jedem Schmerz ist eine Trauer. Wenn du diese Trauer der Gnade zulässt, fühlst du diese Liebe, diesen Kontakt mit dir selbst.

Selbstverantwortung statt Schuldige suchen

Ein entscheidender Punkt: Trage Verantwortung für dich selbst.

Wenn du in deinem Stolz hängen bleibst, wirst du immer andere schuldig sprechen – nur damit du nicht mit dir selbst in Kontakt gehen musst und diesen Schmerz fühlen musst.

Erst wenn du diesen Stolz zusammenbrechen lässt, kannst du in wahrhaftige Trauer und wahrhaftige Gnade kommen. Dort landest du in Selbstliebe, dort bist du einfach nur noch ein Korn in Demut.

Dort beginnt dann die wahre Größe – dort wirst du zu dieser Essenz, zu dieser Würde, für die wir hier angetreten sind.

Wünsche und Ziele richtig setzen

Wenn du Wünsche für 2026 hast, dann schreibe sie dir auf. Aber kläre in dir selbst:

  • Wie viel bin ich bereit, dafür zu tun?
  • Wie gehe ich in die Selbstverantwortung?
  • Wie sehr möchte ich mich anstrengen, um diese Ziele zu erreichen?

Wünsche haben mit Zielen etwas gemeinsam. Wenn du einen Wunsch hast, brauchst du auch ein Ziel, auf das du dich fokussieren kannst. Das ist in Ordnung – solange du nicht zu viel Hoffnung (im Sinne des ewigen Wartens) damit verbindest.

Meine Einladung an dich

Ich wünsche dir für 2026 diese Würde – dass du wieder in deine Würde kommst. Und wenn du wieder mal verzweifelst, sei lieb mit dir. Das ist okay. Daran wirst du wachsen, weil dann bist du in Kontakt mit dir selbst.

In meiner Arbeit als Hellsichtige sehe ich diese Muster, diese Urwunden, diese Verhärtungskrusten bei so vielen Menschen. Und ich bin dankbar, dass ich nicht verschont bin vom Leben – auch ich bekomme meine Themen hochgespült, manchmal fühlt es sich an, als würde ich sie doppelt und dreifach bekommen, damit ich ja nicht in die Versuchung komme, euch belehren zu wollen.

Ich möchte dir im Herzen begegnen, nicht auf einem Podest stehen. Von einem Podest fällt man sehr schnell runter.

Fazit: Dein wahres Sein wartet auf dich

Wenn du aus dieser Essenz irgendwo hingehst, sprichst oder wirkst – wenn du in dieser Essenz bist – wirst du vielleicht weniger Enttäuschungen erleben. Du wirst aufhören, jemand sein zu wollen, und einfach der Mensch sein, der du in Wahrheit bist.

Das ist keine leichte Reise. Es ist ein schmaler Weg, aber er lohnt sich.

Höre auf dein Herz. Öffne dein Herz. Komm in Kontakt mit dir selbst.


Möchtest du mehr über den Weg zu deiner inneren Würde erfahren? In meinen Seelendiagnose-Abenden biete ich hellsichtige Lesungen und gemeinsame Heilungsarbeit an. Der nächste Termin findet am 2. Februar statt. Weitere Informationen findest du auf meiner Website oder in meinem Newsletter.

Ab März ziehe ich mich für ein Jahr in die Berge zurück, um dort intensive Arbeit mit Menschen zu machen, die bereit sind, tief zu gehen. Wenn du dich angesprochen fühlst, findest du alle Informationen in meinem kommenden Newsletter.

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