Verborgene Risse heilen: Wie ich lernte, meine Wunden zu lieben
Und warum der Weg zur Selbstliebe ganz woanders beginnt, als du denkst
Weißt du, ich habe jahrelang gedacht, ich müsste perfekt sein. Keine Risse zeigen, keine Schwächen. Einfach funktionieren in dieser Welt, die ständig von uns fordert, makellos zu sein.
Aber genau das hat mich fast kaputtgemacht.
Heute weiß ich: In einer Welt, die ständig von uns fordert, perfekt zu funktionieren, tragen die meisten Menschen verborgene Risse in sich – alte Verletzungen aus der Kindheit, ungeheilte Narben vergangener Beziehungen oder tiefe Prägungen, die uns daran hindern, authentisch zu leben. Ich teile in diesem Interview meine Erkenntnisse über den Heilungsweg, den ich selbst gegangen bin. Und es war kein leichter Weg, das kann ich dir sagen.
Die Suche nach Anerkennung – ein Hamsterrad, das nie aufhört
Kennst du das? Du gibst alles, passt dich an, sammelst Diplome und Qualifikationen. Und trotzdem... irgendwie bleibt da diese Leere.
Ich musste so lachen, als ich neulich meinen alten Ordner durchgeblättert habe. Ein kompletter Bundesordner voller Diplome! Meine Güte, was habe ich mich angestrengt. Ich wollte ja irgendjemand sein. Ich wollte, dass mein Vater endlich mal kommt und sagt: "Gut gemacht, Gabriela."
Aber er kam nicht.
Und bei der Mutter? Auch nicht.
Diese Suche nach Anerkennung... sie ist eigentlich ein Symptom für einen tieferen Schmerz: das Gefühl, nicht gesehen oder nicht liebenswert genug zu sein. Jahrelang bin ich diesem Gefühl hinterhergerannt.
Der Schritt, der alles verändert hat (und niemand darüber spricht)
Okay, jetzt wird's vielleicht etwas ungewöhnlich. In der spirituellen Szene reden alle über Selbstliebe – liebe dich so, wie du bist. Ja, klar. Schön und gut. Aber ehrlich? Bei mir hat das lange nicht funktioniert.
Bis ich einen ganz anderen Ansatz entdeckt habe: die bewusste Verbindung zur göttlichen Quelle. Oder nenn es Universum, Quelle, Urmutter – wie auch immer du dich damit wohlfühlst. Für mich ist es einfach das Höchste, das Göttliche.
Viele Menschen (und ich war einer von ihnen!) rennen durch die Welt und schreien innerlich: "Bitte liebe mich so wie ich bin, ich bin doch liebenswert!" Zu den Eltern, zum Partner, zur Partnerin... überall hin.
Aber der Schlüssel? Der liegt ganz woanders.
Die Frage, die alles verändert:
"Wie kann ich Gott noch mehr lieben?"
Klingt vielleicht merkwürdig, oder? Aber wenn ich mir diese Frage stelle, muss ich mein Herz weit öffnen. Richtig weit. Und durch diese Öffnung... da geschieht was. Da fließt was zurück. Von Gott, von der Quelle, wie auch immer.
Und plötzlich muss ich nicht mehr durch die Welt rennen und nach Bestätigung suchen.
Ich bin die Tochter des Höchsten
Das klingt jetzt vielleicht größenwahnsinnig. Ist es aber nicht.
Wenn ich weiß – wirklich weiß, nicht nur rational verstehe – dass ich die Tochter des Höchsten bin (für mich ist das Höchste übrigens weiblich UND männlich), dann verändert sich alles. Meine ganze Identität verschiebt sich.
Dann muss ich nicht mehr Bittsteller bei meinen Eltern sein. Nicht mehr hoffen, dass sie mir endlich geben, was ich brauche.
Ich BIN aufgehoben. Ich BIN geliebt. Ich BIN fähig zu lieben.
Das ist keine Affirmation, die ich mir einrede. Das ist eine Wahrheit, die ich fühle. Und die hat diese erschöpfende Suche nach Bestätigung einfach... beendet.
Segnen statt Verzeihen – der Schritt, den fast niemand kennt
Okay, jetzt wird's heavy. Aber bleib bei mir.
Nach vielen Jahren Arbeit mit Tausenden von Menschen habe ich was festgestellt: Alle reden vom Verzeihen. Kurse über Verzeihen, Bücher über Verzeihen, Meditationen zum Verzeihen. Und ja, es ist ein guter Weg.
Aber... da fehlt was.
"Verzeihen ist schön, auch ein guter Weg, aber irgendwo fehlt noch ein Teil."
Ich konnte meinem Vater zwar verstandesmäßig verzeihen. Aber mein Herz? Das hat es nicht gespürt. Da war immer noch diese... Blockade.
Bis ich das Segnen entdeckt habe.
Meine Geschichte mit meinem Vater
Das ist nicht leicht zu teilen. Aber wenn es auch nur einem Menschen hilft, dann ist es das wert.
Mein Vater hat mich geschlagen. Gewürgt. Mir täglich gesagt, wie dumm und hässlich ich bin.
Jahre später konnte ich sagen: "Ich segne dich, Vater, für das, was du getan hast."
Und nein, das heißt NICHT, dass das, was er getan hat, okay war. Das heißt nicht, dass ich es gutheiße oder kleinrede.
Aber heute kann ich sehen: Durch diese Erfahrung bin ich die geworden, die ich bin. Heute kann ich darüber sprechen und andere Menschen ermutigen. Heute sehe ich das Geschenk darin – nicht das Geschenk der Gewalt, sondern das Geschenk meiner Entwicklung daraus.
Und als ich ihn Jahre später zufällig auf einem Parkplatz in der Tschechei wiedersah (ich komme aus der Tschechei), da konnte ich ihn wirklich sehen: Einen alten, gebrochenen, in sich leidenden Mann.
Er hat es auf sich genommen, in diesem Leben diese Rolle zu spielen. Und dadurch durfte ich heute so klar sein, wie ich bin.
Das zu verstehen war... eine Erlösung.
Die Geschichte mit den Holzfiguren (die alles verändert hat)
Vor vielen Jahren war ich bei einer systemischen Aufstellung. Mit Holzfiguren.
Ich nahm eine Figur für mich – voller Risse und Narben, das Holz ganz rau. Mein damaliger Partner nahm eine perfekt glatte, blank geschliffene Figur.
Der Begleiter schaute meine Figur an und sagte: "Die hat noch so viele Risse in sich, so viele Narben und Kerben. Das wird schwierig."
Aber weißt du was? Genau das Gegenteil war wahr.
Ich stand zu meinen Rissen. Ich zeigte sie. Ich ging authentisch in Kontakt mit mir selbst und sagte: "Schau, das bin ich. Ich komme mit dem, die ich bin. Ich verstecke es nicht."
Mein Partner hingegen? Der verwendete SO viel Kraft darauf, seine eigenen Risse zu verbergen. Das war ein totaler Kraftakt. Erschöpfend.
Und genau das ist der Punkt: Unsere Risse und Kerben machen uns nicht weniger liebenswert. Sie machen uns echt.
Was Erleuchtung wirklich ist (Spoiler: Es ist nicht spektakulär)
Viele denken bei Erleuchtung an irgendwelche Menschen, die in der Luft schweben oder 24/7 im Lotus-Sitz meditieren.
Nein.
Erleuchtung ist für mich der Zustand, wo ich einfach aufhöre zu kämpfen. Wo ich einfach BIN.
Das ist für das Außen total unspektakulär. Aber für mich selbst? Lebensverändernd.
Es geschieht in dieser inneren Stille. Und es ist so friedlich. So... richtig.
Du wirst nie "fertig" sein (und das ist okay)
Auch nach 15 Jahren intensiver Arbeit kommen bei mir immer noch Themen hoch. Kleine Risse, die sich zeigen wollen.
Und weißt du was? Das ist völlig normal.
Wenn mir jemand sagt "Bei mir ist alles heil, ich bin komplett fertig, alles blank und schön" – dann frage ich mich immer: Ist das nicht auch eine Abwehrstrategie? Diese Angst, noch ein Thema anzuschauen, so weit wegzuschieben, dass man sich einredet, es gäbe nichts mehr?
Der Unterschied heute ist: Es wird leichter. Es schüttelt mich nicht mehr so durch. Ich kann diese Risse sogar lieben.
Die ersten großen Schritte waren hart. Richtig hart. Aber danach? Die kleinen Themen, die nachkommen, sind... handhabbar.
Was du jetzt tun kannst
Okay, genug Theorie. Was kannst du konkret machen?
1. Stell dir die Frage: "Wie kann ich Gott/die Quelle/das Universum heute noch mehr lieben?"
Nicht: "Wie werde ich geliebt?" Sondern: "Wie kann ICH lieben?"
2. Erkenne, wer du bist: Du bist Kind des Höchsten. Du hast die Erlaubnis zu sein. Punkt.
3. Übe das Segnen: Fang klein an. Segne die Menschen, die dich verletzt haben. Nicht für sie – für deine eigene Befreiung.
4. Zeig deine Risse: Sie sind Teil deiner Geschichte. Sie machen dich authentisch. Sie sind nichts, wofür du dich schämen musst.
5. Hör auf zu kämpfen: Finde diesen Zustand des einfachen Seins. Auch wenn es nur für Momente ist.
6. Sei geduldig: Heilung ist kein Sprint. Es ist ein Marathon. Und manchmal gehst du auch rückwärts. Das ist okay.
Wenn dein Herz so groß wird, dass es fast platzt
Heute ist es manchmal so, dass mein Herz so groß wird. Ich denke dann: "Wow, das wird so groß und so weit... hoffentlich krieg ich keine Herzprobleme!"
Diese Herzensweite – das ist keine esoterische Fantasie. Das ist real. Das ist das Ergebnis dieser ganzen inneren Arbeit.
Die Angst "Wenn ich mein Herz öffne, werde ich verletzt" – das ist nur ein Glaubenssatz. Ehrlich. Es passiert genauso viel (oder wenig), egal ob dein Herz verschlossen oder offen ist.
Aber die Qualität deines Lebens? Die verändert sich fundamental.
Eine Frage, die mich beschäftigt
Ist dir aufgefallen, wie viele Menschen gerade Herzinfarkte haben?
Ich meine... wirklich viele. Mehr als früher.
Und ich frage mich: Ist das Zufall? In einer Welt, die so viel auf uns einprasselt, wo so viele Menschen ihr Herz verschlossen halten...
Könnte es sein, dass der Körper uns eine Botschaft sendet?
Ich weiß es nicht. Aber ich stelle mir diese Frage. Und vielleicht stellst du sie dir auch.
Warum kostenlos nicht funktioniert (sorry, aber es ist wahr)
Ich weiß, das klingt jetzt vielleicht hart. Aber es muss gesagt werden.
Ich arbeite pro Woche circa 80 Stunden. Davon sind mindestens 30-40 Stunden kostenlos. Seelendiagnose-Abende, Impulsgespräche, Unterstützung für Menschen, die sich nichts leisten können.
Und das mache ich gerne. Wirklich.
Aber: Heilung passiert dort, wo du bereit bist zu investieren. Nicht nur Geld – auch Zeit, Hingabe, Mut.
Früher habe ich auch alles Kostenlose mitgenommen. Jeder Gratis-Kongress, jedes Freebie. Aber weißt du was? Es hat mich nicht weitergebracht.
Erst als ich bereit war, in mich zu investieren – da ging es wirklich los. Da wurde es ernst. Da blieb ich dran, auch wenn's weh tat.
"Erst wenn du bereit bist, zu investieren für dein Seelenheil, dann kann es auch wirklich gelingen."
Das ist keine Marketing-Strategie. Das ist meine ehrliche Erfahrung nach 15 Jahren in diesem Beruf.
Deine Einladung
Ich lade in meinem Buch "Hellsichtig – Mein Leben gegen den Strom" (nach 5 Jahren intensiver Arbeit ohne künstliche Intelligenz entstanden) und meinem Kurs "Aktiviere deinen Gott in dir" dazu ein, diesen Weg zu gehen.
Meine Botschaft ist klar: Habt Mut, diese Schritte für euch zu laufen. Es lohnt sich.
Die Schönheit des authentischen Seins
Der Weg zur Heilung verborgener Risse ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Er beginnt nicht mit dem Verzweifeln an unseren Wunden, sondern mit der Verbindung zur göttlichen Quelle. Er führt nicht über das Verstecken unserer Narben, sondern über das liebevolle Annehmen und Segnen dessen, was war.
Am Ende dieses Weges steht nicht Perfektion, sondern Authentizität. Nicht das Fehlen von Rissen, sondern die Fähigkeit, sie zu lieben. Nicht die Abwesenheit von Herausforderungen, sondern ein offenes Herz, das groß genug ist, um alles zu halten.
Deine verborgenen Risse sind nicht dein Makel – sie sind die Tür zu deiner wahren Größe.
