Deine Gabe finden und mutig deinen Seelenweg gehen
Vielleicht kennst du deine Gabe bereits, traust dich aber nicht, sie zu leben. Oder du suchst noch danach. Entdecke, warum dein Herz der Schlüssel sein kann und was dich von deinem Seelenweg abhält.
Was ist eine Gabe – und warum finden wir sie so schwer?
Du weißt tief in dir, dass du für mehr geboren bist – aber irgendetwas hält dich zurück. Vielleicht kennst du deine Gabe bereits, traust dich aber nicht, sie zu leben. Oder du suchst noch danach und fragst dich, warum du sie einfach nicht findest. In diesem Artikel zeige ich dir, warum dein Herz der Schlüssel ist – und was dich wirklich davon abhält, deinen Seelenweg zu gehen.
Ich bin hellsichtige Therapeutin und Lebensplanleserin. Das zu sagen war nicht immer einfach – im Gegenteil. Ich kannte meine Gabe relativ früh. Aber mir fehlte lange der Mut, sie zu leben. Denn diese Gabe brauchte ein Sich-Outen. Ich wurde belächelt. Von der Familie, von Menschen, denen ich vertraute.
Und genau das kenne ich auch von meinen Klientinnen und Klienten: Die meisten wissen bereits, was ihre Gabe ist. Aber der Verstand sagt ihnen: Das ist doch nicht genug. Das ist zu unspektakulär. Ich muss doch irgendetwas Besonderes sein.
Dabei kann deine Gabe sein:
- einfach da zu sein und Liebe zu versprühen
- gut zuzuhören
- das Leben in vollen Zügen zu genießen
- Menschen mit deiner Stärke zu tragen
Wenn du das liest und denkst „Das kann doch nicht alles sein“ – dann hat dein Verstand dich gerade erwischt.
Warum dein Herz verkrustet ist – und was das mit deiner Kindheit zu tun hat
Wenn ich Menschen in meiner Beratung begleite, schaue ich hellsichtig, wann und wo die erste Verkrustung des Herzens entstanden ist. Denn in meiner Arbeit führt die Spur häufig zurück in die Kindheit.
Du hattest etwas, das du über alles liebtest. Etwas, bei dem du die Zeit vergaßest. Etwas, das dein Herz zum Leuchten brachte. Und dann kam von außen: „Hör damit auf. Das ist Unsinn. Mach dich jetzt bereit für Wichtigeres.“
Vielleicht gut gemeint. Vielleicht aus Angst. Aber das Ergebnis war dasselbe: Du hast eine Schutzschicht um dein Herz gelegt.
Die vier Säulen der Herzverkrustung
In meiner Arbeit begegnen mir immer wieder dieselben vier Schutzmechanismen. Erkennst du dich wieder?
1. Stolz
„Das lasse ich mir nicht bieten.“ Stolz kann ein starker Antrieb sein – aber er kann dich auch belasten, wenn er zur einzigen Überlebensstrategie wird.
2. Wut
Nicht als gesundes Gefühl, sondern als Emotion, die mit dir wütet und die du nicht steuern kannst. Oft zeigt sie sich auch als passive Aggressivität. Unverdaute, nicht integrierte Wut trennt dich in meinem Verständnis von deiner Quelle.
3. Eifersucht
Du vergleichst dich ständig mit anderen – und vergisst dabei, zu fühlen, wer du wirklich bist. Die Nachbarin mit dem neuen Auto. Die Kollegin mit der Beförderung. Dahinter begegnet mir häufig der Schmerz, dass dir früher etwas Wichtiges weggenommen wurde.
4. Anhaftung
Du hältst fest – an Dingen, Menschen, Überzeugungen, Symbolen. Weil du glaubst, dass du erst etwas haben oder sein musst, bevor du der Mensch sein kannst, der du wirklich bist.
Der Weg durch die Kruste: Trauer, Gnade, Liebe
Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Ich habe diese Verkrustung so perfektioniert, dass ich selbst krank wurde. Ich habe mich sabotiert. Und als ich es endlich verstanden habe – nicht über den Kopf, sondern über das Herz – da ging etwas auf.
In meiner Erfahrung führt der Weg über diese Stationen:
Anerkennen → Trauern → Gnade empfinden → Liebe fühlen
Gabriela Novák
Hinter Wut kann eine Angst stecken. Wenn du weißt, wovor du Angst hast, kannst du in die Trauer gehen – eine wahrhaftige Trauer, kein „Ich Arme“. Und wenn du in dieser Trauer ankommst, kannst du Gnade empfinden. In der Gnade kann sich das Herz für Liebe öffnen.
In dieser Liebe findest du den Mut für deinen Weg.
Drei Schritte, um deine Gabe zu leben
Schritt 1: Erinnere dich an deine Kindheit
Erinnere dich, was du als Kind am liebsten getan hast. Schließ die Augen. Was hast du als Mädchen oder Junge geliebt? Wobei hast du die Zeit vergessen? Was hat dein Herz bewegt? Geh mit allen Sinnen in diese Erinnerung.
Schritt 2: Erkenne deine Verkrustung ehrlich an
In welcher der vier Säulen erkennst du dich? Stolz, Wut, Eifersucht oder Anhaftung? Sag es dir selbst, ohne Selbstverurteilung: „Ich bin gerade wütend. Ich bin gerade eifersüchtig. Ich bin verletzt.“ Genau das ist der Kontakt zu dir selbst.
Schritt 3: Entscheide dich für den Mut
Wenn du weißt, was deine Gabe ist – bist du bereit, sie zu leben, auch wenn jemand von außen einen Hammer hat? Der Weg ist nicht immer breit. Aber er ist deiner.
Was wirklich hinter dem Helfen steckt – und andere „Gaben-Fallen“
Viele Menschen, die zu mir kommen, sagen: „Ich helfe einfach gern.“ Aber wenn ich hellsichtig hineinschaue, zeigt sich für mich oft: Das Helfen kommt nicht aus der Fülle, sondern aus der Angst. Aus der Angst, allein zu sein. Aus einem tiefen Glaubenssatz: Ich darf nicht alleine ins Ziel laufen.
Das ist keine Schwäche – das ist ein Kindheitsmuster, das Mitgefühl verdient. Aber in meinem Verständnis ist dieses Muster nicht deine Gabe. Es ist deine Kruste.
Deine Gabe ist bereits in dir
Du musst nicht erst etwas werden. Du musst dich nicht noch weiterentwickeln, noch mehr wissen, noch mehr haben. Die Beschleunigung, die du dir so sehr wünschst, entsteht nicht dadurch, dass du mehr tust – sondern dadurch, dass du loslässt zu glauben, dass du noch etwas dazu brauchst.
„Du bist bereits vollkommen. Dein Herz weiß das. Es wartet darauf, dass du es endlich glaubst.“
Gabriela Novák
Im Video: Deine Gabe finden und leben
Du möchtest dir meine Gedanken zu diesem Thema lieber anhören? Hier findest du das Video zum Beitrag.
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Entdecke deine Gabe und deinen Seelenweg
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